DPVKOM - #FuerDichDa

  • Geregelte Entlastung bei Zustellspitzen

Ein hohes Paketaufkommen gibt es nicht nur vor Weihnachten. Ohne ausreichend Entlastungskräfte sind diese Zustellspitzen für die Stammbelegschaft nicht oder nur unter unzumutbaren Bedingungen zu bewältigen. Der Körper hat keine Gelegenheit für eine ausreichende Regeneration. Das macht irgendwann krank.

Das fordert die DPVKOM:
Wir kritisieren seit Jahren die insgesamt zu niedrige Personaldecke in der Zustellung und fordern von der Deutschen Post eine entsprechende Aufstockung der Stammbelegschaft. Abruf- und Aushilfskräfte sind für kurzfristige Engpässe sinnvoll, sollten aber nicht das dauerhaft benötigte Personal ersetzen.

  • Kein Druck wegen Benachrichtigungsquote

Jedes Mal ein Ärgernis: Empfänger sind nicht zu Hause, eine Ersatzzustellung bei Nachbarn ist nicht möglich und das Paket muss in die Filiale gebracht werden. Hinterher gibt´s regelmäßig Ärger von der Stellenleitung, dass die Benachrichtigungsquote zu hoch sei. Dieser Psychodruck macht krank.

Das fordert die DPVKOM:
Es darf keine Benachrichtigungsquoten geben! Nur wenn eine Kollegin oder ein Kollege dauerhaft ungewöhnlich viele Pakete benachrichtigt, ist die Frage der Stellenleitung nach dem „Warum“ gerechtfertigt.

  • Ausführliche, gründliche Einweisungen für neue Kräfte

Nicht wenige Mitarbeiter, die neu bei der Post anfangen, sind schon nach wenigen Wochen wieder weg. Die Gründe sind vielfältig, aber ein wichtiger ist sicherlich die oft unzureichende Einweisung und Ausbildung vor Ort. Wer nicht weiß, was er machen soll, wird natürlich schnell an seinen Aufgaben scheitern. Besonders tragisch ist das Ganze, weil diese neuen Kräfte wegen des Personalmangels unbedingt gebraucht werden.

Das fordert die DPVKOM:
Eine „Willkommenskultur“ für neue Kräfte, wie sie die Postverantwortlichen seit einiger Zeit sehen wollen, existiert vielerorts leider nur in der Theorie. Es fehlt an einem schlüssigen Konzept – zum Beispiel eine mindestens vierwöchige, gründliche Einarbeitung durch erfahrene und zuverlässige Kräfte. Diese müssen wiederum für ihren Einsatz belohnt werden, etwa durch Zeitgutschriften und/oder kleinere Prämienzahlungen.

  • Zeitzuschläge für ältere Mitarbeiter

Zustellung ist ein „Knochenjob“. In aller Regel hat ein älterer Mensch nicht mehr die gleiche körperliche Leistungsfähigkeit wie ein junger. Auch braucht er meistens mehr Zeit zur Erholung von Strapazen.

Das fordert die DPVKOM:
Beschäftigte sollen nach Vollendung des 50. Lebensjahres die Möglichkeit zur bestimmten Reduzierung ihrer Wochenarbeitszeit bekommen. Lohneinbußen sollen zum Großteil durch die Post ausgeglichen werden. Ab dem 55., ab dem 60. sowie ab dem 63. Lebensjahr soll es die Möglichkeit zur weiteren Reduzierung der Wochenarbeitszeit geben. Maximal würde dann ein(e) ehemalige(r) Vollzeitarbeitnehmer(in) mit 63 Jahren „nur“ noch 31 Stunden pro Woche arbeiten müssen.

  • Bemessung mit allen Betroffenen

Gefühlt (und nicht selten auch in Wirklichkeit) werden die Zustellbezirke/die Zustelltouren jedes Jahr größer und damit anspruchsvoller. Selten werden die Beschäftigten noch vor Bekanntgabe der „neuen“ Bezirke/Touren in den Bemessungsprozess aktiv miteinbezogen.

Das fordert die DPVKOM:
Es ist immens wichtig, dass die Betroffenen (also die Zusteller) ein generelles Mitspracherecht im Bemessungsprozess haben. Ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus der täglichen Arbeit zu berücksichtigen, führt letzten Endes zu einer gerechteren Arbeitsmengenverteilung (Bemessungsergebnis).

  • Schaffbare Touren/Bezirke

Nicht wenige Kolleginnen und Kollegen kommen täglich im Bewusstsein zur Arbeit, dass sie „ihre“ Zustelltouren (beziehungsweise Zustellbezirke) nicht in der Dienstplanzeit schaffen werden. Es sind einfach zu viele Pakete, Versandtüten, Sperrgutstücke und so weiter. Das macht irgendwann nicht nur körperlich, sondern auch psychisch krank.

Das fordert die DPVKOM:
Dienstplanende muss regelmäßig auch Arbeitsende sein. Verlässlicher Feierabend ist die Devise! Dafür braucht es zum einen mehr Entlastungskräfte und zum anderen ein flexibles Steuerungskonzept, wo und wie diese Kollegen unterstützen müssen.

  • Lösungen für die Zustellung von schweren Paketen und Sperrgut

Gerade in dieser „Corona-Krisenzeit“ lassen sich immer mehr Kunden von den Kolleginnen und Kollegen Gegenstände an die Haustür liefern, die besonders schwer und/oder unhandlich sind. Unabhängig davon, dass die verwendeten Betriebsmittel für den verstärkten Transport von Sperrgut nicht oder nur bedingt geeignet sind, ist das ständige Heben und Tragen von schweren Paketen gesundheitsschädlich.

Das fordert die DPVKOM:
„Treppensteigerhandkarren“ müssen für jeden Paket- und Verbundzusteller zur Standardausrüstung gehören. Darüber hinaus ist ein Paket-Maximalgewicht von maximal 20 kg für die „Ein-Personen-Handhabung“ festzulegen. Wenn Sendungen schwerer (oder besonders sperrig) sind, dann ist eine „Zwei-Personen-Zustellung“ zu organisieren.

  • Überzeit nur im Ausnahmefall

Viele Beschäftigte müssen jeden Tag länger arbeiten als es der Dienstplan eigentlich vorsieht. Anders bekommen sie die Briefe und Pakete, welche in „ihrem“ Bezirk/„ihrer“ Tour zuzustellen sind, nicht mehr weg.

Das fordert die DPVKOM:
Grundsätzlich müssen Überstunden die absolute Ausnahme darstellen. Das im Dienstplan ausgewiesene Arbeitsende muss regelmäßig auch das tatsächliche Arbeitsende darstellen.